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Honda CR-V RM 1.6 i-DTEC

2013-2018Aktualisiert: März 2026

2013-2018 · 1.6 i-DTEC (120-160 hp) 4-cylinder turbodiesel

Hondas mittelgroßes SUV mit dem ersten Kleinhubraum-Diesel des Herstellers für den europäischen Markt. Der 1.6 i-DTEC wurde in zwei Ausführungen angeboten: 120 PS (Frontantrieb, Schaltgetriebe) und 160 PS als Biturbo (Allradantrieb, 9-Gang-Automatik), beide im Werk Swindon gefertigt. Geräumig, gut ausgestattet und solide verarbeitet – der Dieselantrieb bringt jedoch Komplexitäten mit sich, die Hondas Benzinmodelle nicht haben.

Geräumiger Innenraum und praktischer Kofferraum Steuerkette, kein Zahnriemenwechsel erforderlich
DPF-Probleme bei Kurzstreckenbetrieb Nockenwellenverschleiß ist ein bekannter Defekt
Kaufen, wenn: Sie regelmäßig Autobahnstrecken fahren, den Nockenwellen-TSB als erledigt nachweisen können und ein zuverlässiges japanisches SUV mit Dieseleffizienz suchen.
Vermeiden, wenn: Sie überwiegend kurze Stadtfahrten unternehmen (der DPF wird verstopfen) oder den sorgenfreien Betrieb erwarten, den Honda mit seinen Benzinmodellen bietet.
Erwartete jährliche Wartungskosten
€900 - €1.650/Jahr
15.000 km/Jahr
Fixkosten
€550-950
Risikopuffer
€350-700

Vergleiche

Honda CR-V RE 2.0 i-VTEC 2007-2012 Vorgängergeneration mit Benzinmotor. Weitaus weniger Antriebsprobleme, kein DPF und keine Dieselkomplexität. Höhere Kraftstoffkosten, aber geringeres Reparaturrisiko. Honda CR-V RW 1.5 VTEC Turbo 2018-2024 Nachfolgegeneration mit Turbobenziner. Ölverdünnungsprobleme bei frühen Modellen, insgesamt aber weniger Probleme als der 1.6-Diesel. Nissan X-Trail T32 1.6 dCi 2014-2017 Diesel-SUV im gleichen Segment. Der von Renault stammende R9M-Motor hat eine schlechtere Steuerketten- und DPF-Zuverlässigkeit als der Honda. Hyundai Tucson TL 2015-2020 Generell zuverlässiger mit längerer Garantie. Weniger dieselspezifische Probleme bekannt. Starke Alternative. Mazda CX-5 KF 2.2 Skyactiv-D 2017-present Stärkerer Diesel-Konkurrent. Der Skyactiv-D-Motor ist robust, der DPF benötigt jedoch Autobahnfahrten. Ähnliches Nutzungsprofil.
Bekannte Probleme häufigste zuerst
DPF-Verstopfung durch Kurzstreckenfahrten €600 - 2,500
Dieselpartikelfilter (DPF) verstopft, wenn Regenerationszyklen nicht abgeschlossen werden können – häufig bei städtischen Fahrprofilen · mehr· weniger
Der 1.6 i-DTEC ist auf aktive DPF-Regeneration angewiesen, bei der zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird, um die Abgastemperatur auf über 600 Grad zu erhöhen. Kurzstrecken verhindern den Abschluss des Regenerationszyklus, sodass sich Ruß ansammelt. Symptome sind eine DPF-Warnleuchte, Leistungsverlust und manchmal ein starker Kraftstoffgeruch im Innenraum (durch Ölverdünnung bei abgebrochener Regeneration). Der DPF-Austausch bei einer Honda-Vertragswerkstatt kostet rund 2.500 €. Eine professionelle DPF-Reinigung kostet 500–700 € und beinhaltet oft eine Garantie auf die Reinigung. Das Problem lässt sich durch regelmäßige Autobahnfahrten von mindestens 20–30 Minuten vermeiden. Fahrzeuge, die hauptsächlich für Stadtfahrten und kurze Pendelstrecken genutzt werden, entwickeln unweigerlich DPF-Probleme.
Nockenwellen- und Zylinderkopfverschleiß €2,500 - 5,000
Fertigungsfehler verursacht vorzeitigen Verschleiß des ersten Nockenwellenlagers und führt zu Motorgeräuschen bei Betriebstemperatur · mehr· weniger
Honda hat den Technical Service Bulletin SR-02-001-06 herausgegeben, der ein abnormales Motorgeräusch im Bereich 900–2.000 U/min bei warmem Motor behandelt. Die Ursache ist ein übermäßiger Axialschub an der Nockenwelle durch falsche oder minderwertige Motorteile bei der Erstmontage, was zu vorzeitigem Verschleiß des ersten Nockenwellenlagers führt. Das Geräusch tritt auf, wenn der Motor Betriebstemperatur erreicht, verschwindet ab 2.000 U/min und tritt erneut bei etwa 1.300 U/min auf. Die Abhilfe erfordert modifizierte Kipphebel, um den Axialschub auszugleichen; in schweren Fällen muss der Zylinderkopf oder der gesamte Motor ersetzt werden. Honda-Vertragswerkstätten haben hunderte Garantiereparaturen für dieses Problem durchgeführt. Außerhalb der Garantie sind je nach Reparaturaufwand 2.500–5.000 € zu erwarten. Betroffene Fahrzeuge stammen aus mehreren Produktionsjahren des 1.6 i-DTEC.
Ölverdünnung durch DPF-Regeneration €100 - 800
Unverbrannter Diesel gelangt während der Regenerationszyklen in die Ölwanne und verdünnt das Motoröl · mehr· weniger
Bei der DPF-Regeneration wird zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt, um die Abgastemperatur zu erhöhen. Wird die Regeneration unterbrochen – etwa durch Abstellen des Motors während eines laufenden Zyklus oder zu viele Kurzstrecken –, gelangt unverbrannter Kraftstoff an den Kolbenringen vorbei ins Öl. Dies löst den Fehlercode P109A (Ölverdünnung erkannt) aus. Symptome sind ein Ölstand deutlich oberhalb der Maximalmarkierung und ein Kraftstoffgeruch am Öleinfülldeckel. Honda hat ein Softwareupdate veröffentlicht, das die Aufwärmzeiten verkürzt und die Kraftstoffeinspritzung während der Regeneration optimiert. Die Abhilfe besteht in der Regel aus einem Öl- und Filterwechsel sowie dem Löschen des P109A-Fehlercodes mit Hondas HDS-Diagnosegerät. Die Kosten sind gering, wenn das Problem früh erkannt wird (100–200 € für den Ölwechsel), doch anhaltende Ölverdünnung kann zu erheblichem Motorverschleiß und weitaus höheren Reparaturkosten führen. Besitzer in kalten Klimazonen oder mit kurzen Arbeitswegen sollten das Öl alle 8.000 km statt des üblichen 15.000-km-Intervalls wechseln.
Hochdruckkraftstoffpumpe defekt €1,200 - 2,500
Bosch-CP4-Kraftstoffpumpe zerfällt intern und verteilt Metallspäne im gesamten Kraftstoffsystem · mehr· weniger
Der 1.6 i-DTEC verwendet eine Bosch-CP4-Hochdruckpumpe, die katastrophal versagen kann. Wenn die Pumpe zerfällt, verunreinigen Metallspäne die Kraftstoffleiste und die Injektoren. Symptome sind plötzliches Absterben und Startversagen. Eine aufgearbeitete Pumpe kostet etwa 600–700 €, doch wenn Späne in die Injektoren eingedrungen sind, müssen auch diese ersetzt werden (jeder Injektor kostet 300–400 €). Im schlimmsten Fall muss das gesamte Kraftstoffsystem – Pumpe, Kraftstoffleiste und alle vier Injektoren – ersetzt werden, was die Gesamtkosten auf 2.000–2.500 € treiben kann. Dieser Ausfall ist nicht sehr häufig, tritt jedoch meist ohne Vorwarnung auf, typischerweise nach 100.000 km.
Zweimassenschwungrad und Kupplungsverschleiß (Schaltgetriebe) €1,000 - 1,800
Das Zweimassenschwungrad (ZMS) verschleißt und verursacht Kupplungsrupfen, besonders beim Anfahren im Ersten bei Kaltstart · mehr· weniger
Schaltgetriebe-CR-Vs mit dem 1.6-Diesel verwenden ein Zweimassenschwungrad (ZMS), das die hohen Drehmomentstöße des Dieselmotors dämpft. Das ZMS entwickelt mit der Zeit Spiel und verursacht Rupfen beim Einkuppeln im ersten Gang, besonders bei kaltem Motor. Einige Besitzer mussten den Austausch bereits nach 30.000 km vornehmen, 60.000–100.000 km sind jedoch typischer. Hondas Schwungrad allein kostet ca. 800–1.000 €, und es ist üblich, gleichzeitig den Kupplungssatz zu wechseln. Die Gesamtkosten inklusive Arbeitszeit betragen in einer freien Werkstatt 1.000–1.800 €. Honda-Vertragswerkstätten haben gelegentlich Garantieleistungen mit dem Verweis auf den Fahrstil abgelehnt.
AGR-Ventil Verkokung €400 - 800
Rußablagerungen verstopfen das elektronisch gesteuerte AGR-Ventil und verursachen Laufrauheit sowie Motorkontrollleuchte · mehr· weniger
Das AGR-Ventil des 1.6 i-DTEC wird elektronisch über das Steuergerät geregelt und leitet Abgase zurück, um NOx-Emissionen zu senken. Ruß- und Ölablagerungen entstehen besonders durch Kurzstrecken- und Stadtbetrieb und können das Ventil verengen oder festklemmen lassen. Symptome sind unruhiger Leerlauf, Leistungsverlust und eine Motorkontrollleuchte. Das Ventil lässt sich manchmal reinigen statt ersetzen, was 100–200 € kostet. Ein neues OEM-Ventil kostet 300–500 €, und die Honda-spezifische Anpassungsprozedur (mit dem HDS-Diagnosegerät) erhöht die Arbeitskosten bei einer freien Werkstatt. Eine regelmäßige AGR-Reinigung bei jedem zweiten Serviceintervall hilft, Defekten vorzubeugen.
ZF 9-Gang-Automatik Probleme (160-PS-Variante) €1,500 - 4,000
Ruckartige Schaltvorgänge bei niedrigen Geschwindigkeiten, Verzögerungen beim Herunterschalten und gelegentlicher kurzzeitiger Kraftschlussverlust · mehr· weniger
Die 160-PS-Allradvariante verwendet das ZF-9HP-9-Gang-Automatikgetriebe, das bei mehreren Herstellern für dokumentierte Schaltunregelmäßigkeiten bekannt ist. Häufige Beschwerden sind harte 2-1-Rückschaltungen beim Anhalten, Verzögerungen beim Anfahren aus dem Stand sowie kurzzeitiges Unterbrechen des Kraftschlusses bei schnellen Mehrfachrückschaltungen. Honda hat mehrere Softwareupdates zur Verbesserung der Schaltkalibrierung veröffentlicht. Das Getriebe erfordert einen Ölwechsel alle 2 Jahre (das Öl kostet ca. 70 € pro Liter, Füllmenge 3 Liter). Bei einem Defekt des Mechatronik-Moduls belaufen sich die Reparaturkosten auf 1.500–4.000 €. Dieses Problem betrifft ausschließlich die 160-PS-Automatik-Variante, nicht den 120-PS-Schalter.
Injektorausfall €800 - 1,800
Defekte Dieselinjektoren können Fehlzündungen, Laufrauheit und verstärkte Ölverdünnung verursachen · mehr· weniger
Honda-Vertragswerkstätten melden im Durchschnitt etwa zwei defekte Injektorsätze pro Monat bei i-DTEC-Modellen. Fehlerhafte Injektoren spritzen zu viel Kraftstoff ein, was Fehlzündungen verursacht und die Ölverdünnung beschleunigt. Honda empfiehlt, bei Ausfall eines Injektors alle vier gleichzeitig zu ersetzen. Ein kompletter Satz mit vier Bosch-Piezo-Injektoren kostet inklusive Einbau 800–1.800 €, je nachdem ob OEM- oder aufgearbeitete Teile verwendet werden. Injektorausfall kann auch den DPF durch erhöhte Rußmengen beschädigen und damit die Reparaturkosten erhöhen. Das Problem tritt häufiger bei früh produzierten Fahrzeugen auf.
Zuverlässig bei Autobahnnutzung, problematisch für Stadtfahrer
Der Honda CR-V 1.6 i-DTEC ist solide verarbeitet und kann hohe Laufleistungen erreichen, wenn er bestimmungsgemäß genutzt wird: regelmäßige Autobahnfahrten und pünktliche Wartung. Der Dieselantrieb bringt jedoch DPF-, AGR- und Ölverdünnungsprobleme mit sich, die Hondas Benzinmodelle schlicht nicht haben. Der Nockenwellenverschleiß (per TSB adressiert) ist der schwerwiegendste Defekt und sollte vor dem Kauf überprüft werden. Besitzer, die hauptsächlich kurze Stadtfahrten unternehmen, sollten ernsthaft den Benzin-CR-V in Betracht ziehen.
Checkliste für die Kaufinspektion
Allgemeine Prüfungen
Spezifisch für dieses Fahrzeug
+ 4 weitere PrüfungenWeniger anzeigen
  • Kupplungseingriff im ersten Gang testen (Schaltgetriebe)
    Aus dem Stand die Kupplung im ersten Gang langsam einschleifen lassen. Auf Rupfen oder Vibrationen achten, besonders bei kaltem Motor. Dies deutet auf ein verschlissenes Zweimassenschwungrad hin.
  • Auf Metallspäne im Kraftstoffsystem prüfen
    Falls die Kraftstoffpumpe bereits ersetzt wurde, fragen, ob Injektoren und Kraftstoffleiste ebenfalls gereinigt oder ersetzt wurden. Metallverunreinigungen einer defekten Pumpe können das gesamte Kraftstoffsystem beschädigen.
  • Takata-Airbag-Rückruf auf Vollständigkeit prüfen
    Modelle aus dem Baujahr 2013–2015 können vom Takata-Airbag-Rückruf betroffen sein. Bei Honda mit der Fahrgestellnummer (FIN/VIN) prüfen lassen, ob der Gasgenerator bereits ausgetauscht wurde.
  • Verhalten des 9-Gang-Automaten prüfen (160 PS)
    Beim Fahrzeug mit ZF-9-Gang-Automatik mindestens 15 Minuten fahren. Auf ruckartige Schaltvorgänge bei niedrigen Geschwindigkeiten, Verzögerungen beim Anfahren und Gleichmäßigkeit der 2-1-Rückschaltung beim Anhalten achten.

Tipp: Nutzen Sie einen Bluetooth-OBD2-Scanner, um bei der Besichtigung Fehlercodes auszulesen.

Rückrufe und technische Servicehinweise
Takata-Airbag-Gasgenerator Beifahrerseite (Produktion 2013–2015) Verify completed
Takata-Airbag-Gasgenerator Fahrerseite (mögliches Platzrisiko) Verify completed
Abgaskonformitätsaktualisierung (Produktion Februar 2015 bis Mai 2018) Verify completed
Mit der Fahrgestellnummer (FIN/VIN) bei Honda prüfen lassen, ob alle Rückrufe abgeschlossen wurden. Die Takata-Airbag-Rückrufe sind sicherheitskritisch und müssen vor dem Kauf bestätigt sein. Das Abgas-Update kann das Motorverhalten beeinflussen, wenn es nicht durchgeführt wurde.
Garantiestatus
Herstellergarantie (3 Jahre / 100.000 km) Bei allen Gebrauchtfahrzeugen abgelaufen
Durchrostungsgarantie (12 Jahre) Kann für Modelle ab 2014 noch gelten
Nockenwellen-TSB (SR-02-001-06) Kein Rückruf – Kulanzregelung, je nach Werkstatt unterschiedlich
Alle CR-V 1.6 i-DTEC-Modelle liegen inzwischen außerhalb der ursprünglichen 3-jährigen Herstellergarantie. Der Nockenwellenverschleiß wurde per Technical Service Bulletin geregelt, nicht als formaler Rückruf, d. h. Honda kann ihn kulanzhalber für bestimmte Fahrzeuge übernehmen, ist dazu aber nicht verpflichtet. Prüfen Sie stets bei einer Honda-Vertragswerkstatt, welche Garantieleistungen – falls überhaupt – noch bestehen.

Dieser Bericht dient nur zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Beratung dar. Schätzungen können ungenau sein. Lassen Sie das Fahrzeug vor dem Kauf immer von einem qualifizierten Fachmann inspizieren. Wir übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Informationen getroffen werden. Diese Seite enthält Affiliate-Links — wir erhalten ggf. eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.

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