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Peugeot 208 1.6 HDi A9

2012-2019Aktualisiert: März 2026

2012-2019 · 1.6 HDi / BlueHDi (75-120 hp) 4-cylinder turbocharged diesel

Peugeots meistverkaufter Kleinwagen mit dem PSA DV6-Diesel, erhältlich in Varianten von 75 bis 120 PS. Auf der Autobahn sparsam, jedoch hat der 1.6 HDi eine dokumentierte Geschichte von Turbo- und Abgassystemproblemen, die eine sorgfältige Wartung erfordern. Spätere BlueHDi-Versionen wurden mit AdBlue nachgerüstet, was die Emissionen verbessert, aber einen weiteren potenziellen Schwachpunkt einführt.

Sehr sparsam auf längeren Fahrten Günstig in Kauf und Versicherung
Turbolader anfällig für Verkokung DPF und AGR-Ventil verstopfen bei Kurzstrecken
Kaufen, wenn: Sie regelmäßig Autobahnkilometer fahren, die Wartungshistorie lückenlos nachweisen können und der Rückruf der Bremsvakuumpumpe bereits durchgeführt wurde.
Vermeiden, wenn: Sie überwiegend kurze Stadtfahrten (unter 15 km) unternehmen oder das Fahrzeug Lücken in der Wartungshistorie aufweist.
Erwartete jährliche Wartungskosten
€700 - €1.350/Jahr
15.000 km/Jahr
Fixkosten
€400-700
Risikopuffer
€300-650

Vergleiche

Peugeot 208 1.2 PureTech 2012-2019 Benzin-Alternative. Bei frühen Modellen bekannte Zahnriemenprobleme, dafür keine DPF- oder Turbo-Verkokungsprobleme. Renault Clio IV 1.5 dCi 2012-2019 Direkter Konkurrent. Der Renault K9K-Diesel gilt als zuverlässiger als der PSA DV6 und hat weniger Turboschäden. Opel Corsa E 1.3 CDTI 2014-2019 Diesel im gleichen Segment. Der Multijet-Motor ist einfacher aufgebaut, kann aber ebenfalls Drallklappe- und DPF-Probleme entwickeln. Peugeot 207 1.4 HDi 2006-2012 Vorgänger mit kleinerem 1.4 HDi. Ähnliche Probleme, aber ältere Plattform mit schlechterem Interieur und Fahrkomfort. Citroen C3 Mk2 1.4 HDi 2009-2016 Gleiche PSA-Gruppe, ähnliche Dieselarchitektur. Viele gemeinsame Schwachstellen, darunter DPF und Elektrikprobleme.
Bekannte Probleme häufigste zuerst
Turboladerausfall durch Verkokung €1,200 - 2,500
Ölschlamm und Ablagerungen schädigen die Turbolager und führen zu Überhitzung und schließlich zum Totalausfall · mehr· weniger
Der DV6-Motor ist für Turboschäden durch Kohlenstoffverunreinigungen im Ölkreislauf bekannt. Rußpartikel setzen sich im Ölzulaufrohr ab und blockieren die Ölversorgung der Turbolager, was zu Überhitzung und Lagerzerstörung führt. Es handelt sich nicht um eine einzige Ursache — begünstigende Faktoren sind verlängerte Wartungsintervalle, falsche Ölspezifikation, Kurzstreckenfahrten und die Tatsache, dass der ohnehin kleine Turbolader stark beansprucht wird. Selbst bei Fahrzeugen, die nach Herstellervorgaben gewartet wurden, sind wiederholte Turboschäden aufgetreten. Ein überholter Turbolader kostet ca. 600-800 €, ein neues OEM-Aggregat ca. 900-1.200 €, zuzüglich 300-500 € Arbeitskosten. Das Ölzulaufrohr muss gleichzeitig ersetzt werden, und unmittelbar nach dem Einbau sind Öl und Filter zu wechseln. Turboschäden treten typischerweise zwischen 80.000 und 150.000 km auf.
DPF-Verstopfung und Regenerationsausfall €500 - 1,500
Kurzstrecken verhindern die DPF-Regeneration, was zu Verstopfung, Warnleuchten und schließlich Notlauf führt · mehr· weniger
Der Dieselpartikelfilter benötigt anhaltende Fahrten bei hoher Temperatur (typischerweise mehr als 20 Minuten auf Autobahngeschwindigkeit), um angesammelten Ruß zu verbrennen. Fahrzeuge, die überwiegend für kurze Stadtfahrten genutzt werden, schließen selten einen Regenerationszyklus ab, was zu fortschreitender Verstopfung führt. Symptome sind die Warnmeldung 'Gefahr der DPF-Verstopfung', Leistungsverlust und Motorkontrollleuchten. Eine professionelle DPF-Reinigung kostet ca. 200-400 €. Ist der Filter nicht mehr zu reinigen, kostet ein Ersatz-DPF 400-800 € für Nachbauteile bzw. 800-1.200 € für OEM-Teile, zuzüglich 200-300 € Arbeitskosten. Die Eolys/Cerine-Additivflüssigkeit, die die Regeneration unterstützt, muss ebenfalls periodisch nachgefüllt werden — der Preis in der Werkstatt beträgt ca. 200-300 € inklusive ECU-Zählerreset. Bei BlueHDi-Modellen ist das Additivsystem anders aufgebaut, DPF-Verstopfungen sind jedoch bei Kurzstreckenbetrieb genauso häufig.
Injektor-Dichtungsausfall und Schwarzer Tod €150 - 2,000
Kupferdichtungen der Injektoren verschleißen und verursachen Dieseldampf, Verkokung und mögliche Schäden am Zylinderkopf · mehr· weniger
Die Kupferdichtringe zwischen Injektoren und Zylinderkopf verschleißen mit der Zeit, wodurch Verbrennungsgase entweichen können. Dies äußert sich durch ein Zischen und Dieselgeruch im Motorraum. Bleibt das Problem unbehandelt, lagern sich Gase als dicker schwarzer Kohlenstoff rund um die Injektoren ab — bekannt als 'Schwarzer Tod' — und können den Zylinderkopf, den Kabelbaum und die Kraftstoffleitungen beschädigen. Injektor Nr. 3 ist am häufigsten betroffen. Wird das Problem früh erkannt, reicht ein einfacher Dichtringsatz für ca. 150-300 € (Teile kosten nur 10-15 € pro Injektor, aber der Arbeitsaufwand beträgt 1-2 Stunden pro Injektor wegen der Reinigungsarbeiten). Wenn der Schwarze Tod bereits weit fortgeschritten ist, kann das Herausziehen festsitzender Injektoren durch einen Spezialisten 500-1.000 € kosten; im schlimmsten Fall muss der Zylinderkopf überholt oder ersetzt werden, was 1.500-2.000 € kostet.
AGR-Ventil-Verstopfung €300 - 600
Kohlenstoffablagerungen lassen das AGR-Ventil klemmen und lösen Abgaswarnmeldungen aus · mehr· weniger
Das Abgasrückführungsventil sammelt mit der Zeit Kohlenstoffablagerungen an, besonders bei Fahrzeugen mit überwiegendem Stadtbetrieb. Wenn das Ventil klemmt, erscheint die Meldung 'Abgasreinigungsanlage gestört' und es kann zu unruhigem Leerlauf, Leistungsverlust und erhöhten Emissionen kommen. Eine professionelle AGR-Reinigung kostet ca. 150-250 €. Ist das Ventil nicht mehr zu reinigen, belaufen sich die Austauschkosten inklusive Teile und Arbeit auf 300-600 €. Das AGR-Ventil selbst kostet 100-200 € für ein Nachbauteil bzw. 250-350 € für ein OEM-Teil. Der Ausfall tritt typischerweise zwischen 80.000 und 120.000 km auf.
Kupplungs- und Zweimassenschwungrad-Verschleiß €800 - 1,500
Kupplungsschlupf und ZMS-Geräusche wurden bereits ab 50.000 km bei manchen Fahrzeugen gemeldet · mehr· weniger
Vorzeitiger Kupplungsverschleiß ist beim 208 1.6 HDi bekannt, wobei einige Besitzer bereits bei unter 50.000 km Schlupf festgestellt haben. Das Zweimassenschwungrad (ZMS) kann Rasselgeräusche entwickeln, besonders im Leerlauf. Ein Kupplungssatz kostet ca. 200-350 € für die Teile allein. Wenn jedoch auch das ZMS ersetzt werden muss (empfohlen, wenn die Kupplung frühzeitig ausgefallen ist), steigen die Teilekosten auf 500-800 €. Die Arbeitskosten für den kombinierten Einbau betragen ca. 300-500 €. Freie Werkstätten berichten, dass die Kupplung des 208 bei gemischtem Fahrbetrieb selten über 120.000 km hält. Häufige Kurzstreckenfahrten mit Stop-and-go beschleunigen den Verschleiß erheblich.
AdBlue-Systemfehler (nur BlueHDi) €400 - 2,000
Kristallisation des AdBlue-Injektors oder Pumpenschaden verursacht SCR-Fehlercodes und Motorkontrollleuchten · mehr· weniger
BlueHDi-Modelle ab 2015 verwenden ein AdBlue-Einspritzsystem (Harnstoff) zur Stickoxidreduzierung. Der AdBlue-Injektor kann kristallisieren und verstopfen, und die Pumpe (im AdBlue-Tank integriert) kann durch Verunreinigung der Platine mit der Flüssigkeit ausfallen. Häufige Fehlercodes sind P2200, P20E8 und P2BAD. Ein AdBlue-Injektortausch kostet ca. 200-400 €. Fällt die im Tank eingebaute Pumpe aus, muss möglicherweise die gesamte AdBlue-Tankbaugruppe für 800-1.500 € ersetzt werden. Diese Reparaturen sind bei Fahrzeugen über 5 Jahren nicht selten, insbesondere bei seltener Nutzung oder in kalten Klimazonen. Dieses Problem betrifft keine e-HDi-Modelle vor 2015, da diese kein AdBlue verwenden.
Lichtmaschinen- und Batterieproblem €300 - 600
Das intelligente Ladesystem der Lichtmaschine kann ausfallen und zu Batterieentladung und Startproblemen führen · mehr· weniger
Der 208 verwendet ein intelligentes Ladesystem, das die Ladung je nach Fahrbedingungen anpasst. Bei einigen Fahrzeugen wurde festgestellt, dass die Lichtmaschine bei einem Fehler des intelligenten Steuersignals nicht mehr richtig lädt, was zu schleichender Batterieentladung und Startproblemen führt. Peugeot hat für einige betroffene Fahrzeuge ein ECU-Update herausgegeben. Ein Lichtmaschinentausch kostet ca. 350-500 € inklusive Arbeitskosten. Eine neue Batterie kostet 100-150 €. Das Ladeproblem lässt sich manchmal durch ein Software-Update beim Händler beheben, das kostenlos sein sollte, wenn es von einer Servicekampagne abgedeckt wird.
Akzeptable Zuverlässigkeit bei konsequenter Wartung, problematisch bei Vernachlässigung
Der DV6-Diesel kann bei korrekter Wartung zuverlässig über 200.000 km laufen, ist jedoch ausgesprochen empfindlich gegenüber versäumten Inspektionen, falscher Ölspezifikation oder überwiegendem Kurzstreckenbetrieb. Turbo- und DPF-Probleme sind die kostspieligsten Schwachstellen, lassen sich aber mit dem richtigen Öl, regelmäßiger Wartung und ausreichend Autobahnfahrten weitgehend vermeiden. Überprüfen Sie stets den Status des Rückrufs zur Bremsvakuumpumpe bei Fahrzeugen der Baujahre 2013-2017.
Checkliste für die Kaufinspektion
Allgemeine Prüfungen
Spezifisch für dieses Fahrzeug
+ 4 weitere PrüfungenWeniger anzeigen
  • Rückrufstatus der Bremsvakuumpumpe prüfen
    Fahrzeuge der Produktion Juni 2013 bis April 2017 sind vom Rückruf wegen Zahnriemenabrieb betroffen, der die Bremsvakuumpumpe beschädigt. Peugeot-Händler mit der Fahrgestellnummer (VIN) kontaktieren, um die Durchführung des Rückrufs zu bestätigen.
  • Kupplungsgriffpunkt und -gefühl prüfen
    Die Kupplung sollte gleichmäßig mit einem klar spürbaren Griffpunkt eingreifen. Ein sehr hoher Griffpunkt oder Schlupf unter Last deutet auf eine verschlissene Kupplung hin.
  • Auf Abgasreinigung- oder Motorkontrollleuchten achten
    Fahrzeug fahren und auf die Meldung 'Abgasreinigungsanlage gestört' achten. Diese weist typischerweise auf Probleme mit AGR-Ventil, DPF oder Emissionssensoren hin.
  • AdBlue-System prüfen (BlueHDi-Modelle)
    AdBlue-Stand kontrollieren und auf Kristallisation am Einfüllstutzen achten. Warnleuchten im Zusammenhang mit dem SCR-System weisen auf Systemfehler hin.

Tipp: Nutzen Sie einen Bluetooth-OBD2-Scanner, um bei der Besichtigung Fehlercodes auszulesen.

Rückrufe und technische Servicehinweise
Bremsvakuumpumpe — Abrieb von Zahnriemenmaterial beschädigt die Pumpe und verringert die Bremskraftunterstützung (Produktion Juni 2013 bis April 2017) Critical — verify completed
Vorzeitiger Zahnriemenverschleiß — Zähne können unter staubigen Bedingungen abbrechen und zum Motorstillstand führen (Produktion 2015-2018) Verify completed
Ölleck am Turbolader — Öl kann auf heiße Motorteile gelangen und Brandgefahr verursachen (April 2016) Verify completed
Fehlfunktion des Harnstoffinjektors — Softwarefehler verhindert die Aktivierung der Warnleuchte beim Ausfall des NOx-Systems (BlueHDi 2017-2019) Verify completed
Befestigungsschrauben des vorderen Hilfsrahmens — unzureichend angezogene Schrauben können sich lockern (Produktion 2014) Verify completed
Kontaktieren Sie Peugeot mit der Fahrgestellnummer (VIN), um zu prüfen, ob alle Rückrufe durchgeführt wurden. Der Rückruf zur Bremsvakuumpumpe (2013-2017) ist besonders wichtig, da er die Bremssicherheit direkt betrifft.
Garantiestatus
Herstellergarantie (2 Jahre) Bei allen gebrauchten 208 A9-Modellen abgelaufen
Durchrostungsgarantie 12 Jahre ab Erstzulassung
Garantieverlängerung Über Peugeot-Händler oder Drittanbieter erhältlich
Alle Peugeot 208 A9-Modelle befinden sich außerhalb der ursprünglichen 2-jährigen Herstellergarantie. Rückrufarbeiten werden unabhängig vom Garantiestatus kostenlos durchgeführt — wenden Sie sich mit Ihrer Fahrgestellnummer an jeden Peugeot-Händler.

Dieser Bericht dient nur zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Beratung dar. Schätzungen können ungenau sein. Lassen Sie das Fahrzeug vor dem Kauf immer von einem qualifizierten Fachmann inspizieren. Wir übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Informationen getroffen werden. Diese Seite enthält Affiliate-Links — wir erhalten ggf. eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.

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